Wer hat das Dreiecktuch erfunden?

Ich wollte schon immer einmal wissen

Wer hat das Dreiecktuch erfunden?

Artikel für die VK-NeWS Oktober 2014 für dir Verkehrskadetten Nordwestschweiz von Damian Schaller

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Dreiecktuch

Das Dreiecktuch ist ein Verbandmittel und findet sich in jedem Verbandkasten. Es hat die Form eines annähernd rechtwinkligen Dreiecks mit einer Länge von 1,3 m und einer Kantenlängen von knapp unter 1 m. Dreiecktücher dienen als schnell und einfach anzulegende Verbände für Kopf-, Kinn-, Schulter-, Ellbogen-, Hand-, Knie-, Fuß-, und Hüftverletzungen bis hin zum Druckverband. Das Dreiecktuch hilft auch bei der Ruhigstellung von Frakturen, als Armtragetuch oder zur Anfertigung von Ringpolstern. Ebenso kann es zum Tragering gefaltet werden, der zur Stabilisierung von Fremdkörpern oder zum Patiententransport durch zwei Helfer dient. Da es aus Baumwolle oder Faserstoff besteht ist es als unsteriles Verbandmittel für die direkte Wundabdeckung ungeeignet.

 

Erfinder des Dreiecktuchs war der Arzt Friedrich von Esmarch aus Schleswig Holstein der in Göttingen Medizin studierte und 1848 zum Doktor promoviert wurde. Kriegschirurgie und Erste Hilfe bildeten die Schwerpunkte in Esmarchs beruflichem Leben und er führte das Verbandpäckchen und Dreiecktuch ein, ebenso Beinschienen und den Verbandtornister. In seiner Heimatstadt Tönning wurde er aufgrund seiner Erfindung des Eisbeutels als „Fiet170px-Friedrich_von_Esmarch_1862e Isbüdel“ bekannt.

Als einer der bedeutendsten Unfallchirurgen des 19. Jahrhunderts (der immer in einem schwarzen Operationstalar operierte) entwickelte er zwei wichtige Verfahren, die bis heute angewandt werden und seinen Namen tragen, den Esmarch-Handgriff und die Esmarchsche Blutleere.

1882 organisierte er den ersten deutschen Samariterkursus in Kiel und publizierte sein Werk “Die erste Hülfe bei plötzlichen Unglücksfällen – Ein Leitfaden für Samariter-Schulen”. Es gehörte zu den bekanntesten Erste-Hilfe-Leitfäden und wurde in den folgenden Jahrzehnten in fast 30 Sprachen übersetzt. Als Folge der Anregung Friedrich von Esmarchs und nach dem Vorbild des Samariter-Vereines in Kiel wurden in verschiedenen deutschen Städten in den folgenden Jahren ebenfalls Sanitätskurse veranstaltet und weitere Samaritervereine gegründet.

Quelle: Wikipedia

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